Baby, Persönlich

Life Update oder Hallo SSW 24.!

Ja, es war hier sehr sehr ruhig und eigentlich hätte mein erstes Schwangerschaftsupdate bereits kurz nach Ostern erscheinen sollen. Eigentlich, denn leider verstarb unser geliebter Hund sehr sehr plötzlich am 4. April nach 15 Jahren und 5 Tagen gemeinsam. Der Schock saß bei uns allen sehr tief und die Trauer und Vermissung war bei allen so riesengroß, dass wir wirklich fast daran zerbrochen wären. Das Update dass eigentlich Mitte Mai erscheinen hätte solle hat es dann auch nicht geschafft, und nun gibt es eines, frisch – in der 24. SSW also weit über die Hälfte hinaus!

Aber auf Anfang:

Es kam alles sehr plötzlich mit Lu, sie hatte am 4. April morgens fürchterliche Schmerzen, hat am ganzen Körper gezittert und konnte sich nicht mehr bewegen. Ich wusste sofort dass ich den Tierarzt an meiner Seite brauche und auch was das bedeutet. Da mein Mann leider schon bevor alles passierte auf ein Tagesmeeting nach NÖ aufbrach, war ich alleine mit Em zu Hause als unsere Engel von Tierarzt eintraf und Lu Linderung verschaffte. Sie kuschelte ein allerletztes Mal mit uns und den Katzen und das ganze war wirklich sehr rührend und sofern so etwas auch nur irgendwie angenehm sein kann, angenehm und friedlich. Ich bin sehr froh, dass wir ihr ermöglichen konnten zu Hause zu gehen und würde es jederzeit wieder so wählen, da es einfach sehr intim ist und auch eine gewisse Weise sehr viel Privatsphäre schenkt, die man gerade bei so einem Verlust bitter nötig hat.

Man glaubt gar nicht wie sehr so ein Verlust eines Tieres, eines Familienmitgliedes mit dem man so lange ein zu Hause, einen Alltag und ein Leben teilt, mitnimmt. Vor allem Em hat sehr darunter gelitten, was sich vor allem in vielen schlaflosen Nächten geäußert hat. Long Story Short, wir haben uns ziemlich schnell dazu entschlossen einem neuen Hund einen Platz fürs Leben zu schenken und vor allem einen Platz in unserem Herzen. Wir haben innerhalb weniger Tagen die Wahl auf Rasse und Züchter eingeschränkt und wollten eigentlich einen Goldie/Labrador Mischling ein zu Hause schenken, es wurde dann aber doch ein reinrassiges schokobraunes Labradormädchen, namens Nova. Nach 10 Tagen, die uns wie eine Ewigkeit vorkamen, waren wir wieder Hundeeltern.

Wir lieben Nova alle abgöttisch und haben sie sofort in unser Herz geschlossen. Allen voran Em geht in ihrer Rolle als Hundemami total auf und auch wenn der neue Alltag noch eine Tücken bietet, so kriegen wir alles sehr gut hin. Der Wechsel von alt auf jung ist dann nicht so hart wie man denkt, da vieles (Gassi geh Zeiten & Langsamkeit vor allem) sich sehr ähnlich ist. Ich wollte eigentlich nie so schnell wieder nach Lu einen Hund bzw. eigentlich nach ihr nie wieder einen, da ich schon immer wusste dass der Verlust für mich ein riesiges Loch hinterlassen wird, aber es war für uns die richtige Entscheidung. Ich vermisse Lu noch immer jeden Tag und ich denke nicht das sich daran je etwas ändern wird, sie war einfach mein erstes Baby bevor ich Mutter wurde und wird immer einen riesigen Platz in meinem Herzen haben, den ihr auch nie ein anderes Tier streitig machen wird. Wir sprechen zu Hause noch viel über sie und auch darüber dass sie im Hundehimmel nun all unsere verstorbenen Verwandten und auch ihre liebsten Freunde, die weit vor ihr gingen, wiedersehen wird.

Nachdem dieser Schritt, Lu zu erlösen sehr plötzlich eintraf, war es hier und auch auf allen anderen Kanälen sehr ruhig. Ich wusste schon im Vorfeld dass mich ihr Tod in ein tiefes Loch reißen wird, aber ich hatte keine Ahnung wie tief es sein wird und ja, es war als würde mein Herz in tausend Stücke zerreißen.

Die Schwangerschaft verlief bis dato sehr durchzogen. Ich hatte bei Em ja Hyperemesis brav. in einer sehr ausgeprägten Form bis zum Tag der Geburt, was sich neben eines enormen Gewichtsverlustes, täglicher Übelkeit und Erbrechen im höheren zweistelligen Bereich  auch darin äußerte dass ich nach der Geburt mit den Nachwirkungen meines supergeschwächten Immunsystems (allen voran das ständige krank werden), zu kämpfen hatte. Bei Nummer 3 leide ich wieder unter Hyperemesis, aber bis jetzt in einer viel „sanfteren“ Version als bei Em. Die Übelkeit bleibt dank sehr guter Medikation fast zur Gänze aus, was meinen Körper aber leider nicht daran hindert trotzdem erbrechen „zu wollen“. Mein Arzt hat mir mittlerweile auch schonend beigebracht, dass es dieses mal nicht milder oder sanfter verläuft, sondern dass ich allein durch die fehlende Übelkeit mich selbst „täusche“. Ich habe mittlerweile seit Februar 13kg abgenommen und kämpfe tagtäglich damit wirklich regelmäßig zu essen.

Ich habe dank guter Medikation zumindest dieses Mal die Möglichkeit halbwegs normal Nahrung zu mir zu nehmen und die Übelkeit lässt sich damit auch sehr gut um Zaum halten, sofern ich brav und regelmäßig (ich stelle mir mittlerweile einen Wecker!) esse und morgens nachdem aufstehen seehehr langsam in den Tag starte. Aus dem Bett aufspringen und gleich viel bewegen hat bei mir immer eine mindestens eine stundenlang andauernde Kotzorgie zu folge, was es sehr schwer macht morgens das Haus zu einer normalen Zeit zu verlassen. Ich versuche daher immer zu erwachen, meine Pulver gemischt mit einem zuckerhaltigen Getränk zu mir zu nehmen und mir die Zeit die mein Körper braucht wirklich zu gönnen. Es ist im Alltag nicht immer wirklich umsetzbar, aber zumindest an 3 von 7 Tagen schaffe ich das. Auch leide ich dieses Mal unter enormen Schwindel, was leider sehr am momentanen Wetter liegt (schwül + Hitze = no go). Seit einigen Wochen kämpfe ich gegen diesen richtig bösen Schwindel an, leider liege ich nachts nicht immer seitlich sondern auch zeitweise am Rücken was die Blutzufuhr stört und den Schwindel noch verstärkt.

Was mir dieses Mal wirkliche Probleme beschert sind meine Mutterbänder, mein Kreuz und mein Becken. Länger als 2h am Stück kann ich mittlerweile nicht mehr sitzen. Die Folgen sind ziemlich drastisch wenn ich mich nicht daran halte: wirklich unsägliche Schmerzen (so quasi aller ich breche in der Mitte auseinander) und am Tag darauf kann ich quasi nicht gehen und muss zumindest einen halben Tag Bettruhe halten. Dieses nicht sitzen können macht den Alltag sehr schwierig, ich versuche so oft es geht aufzustehen, zu liegen und auch zu gehen – auch beim Sitzen nicht mit dem gesamten Gewicht auf den Muttermund zu stützen sondern eher etwas „liegend“ zu sitzen. Aber im Großen und Ganzen ist sitzen der Feind Nr. 1.

Ich fühle mich in dieser dritten Schwangerschaft wirklich sehr alt und Dauermüde, mir fehlt viel Energie und jegliche Art der Überanstrengung wird von meinem Körper wirklich bitter bestraft. Habe ich bei Em noch am Tag vor ihrer Geburt Rasen gemäht, bin ich jetzt eher die Fraktion „können wir kurz rasten?“. Eigentlich will ich gar nicht so sein und fühle mich durch dieses „nicht alles geht wie davor“ auch ziemlich eingeschränkt, aber im Endeffekt zeigt mir mein Körper nur ganz klar seine Grenzen, die einfach viel früher erreicht wird als noch bei Emilia.

Ich hoffe dass sich zumindest die Sache mit dem Kreislauf einpendelt und ich einer dauerhaften Bettruhe entgehe, da ich dass um jeden Preis vermeiden möchte. Seit einigen Wochen folge ich einen strengeren Plan wenn es um den Alltag geht, sage zu vielen Events, egal ob nun privat oder auch blogtechnisch nein und habe auch die eine oder andere Freundin schon mehrmals versetzt. Leider ist eine weitgehende Planung momentan kaum möglich, da ich nie weiß was der nächste Tag bringt. Leider fällt durch diese diversen Probleme auch mein Sommerurlaub flach, da ich nicht fliegen darf geht es für den Bub alleine nach Griechenland und ich überlege schon mich auf einen Berg zu verziehen.

Aber alles in allem geht es mir trotzdem gut, ich freue mich schon sehr darauf unseren kleinen Buben im September zu begrüßen und auch auf die Anfangszeit! Und auch wenn mein Körper sehr rebelliert, ich habe kaum Stimmungsschwankungen, keine Heulkrämpfe und bis dato auch kein Wasser in den Beinen 😉

Also, Goodbye und bis hoffentlich zum baldigen nächsten Update dass nicht so lange auf sich warten lässt!

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