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LIVING WITH TWO KIDS


Auf dem Blog zwar nicht so breitgetreten, aber auf Instagram dafür umso mehr, hat am 8. Mai ein neues Mitglied unsere Familie bereichert und stellt seitdem unser Leben auf den Kopf. Obwohl wir diese Erfahrung (und sie ist eine tolle) bereits zum zweiten Mal durchmachen, ist zwar vieles vertraut, der Großteil aber einfach anders. Erwacht aus der Blogpause möchte ich euch daran teilhaben lassen, erstens für mich um mich später noch daran erinnern zu können und zweitens für euch, weil ich weiß wie spannend, witzig und berührend es sein kann, darüber zu lesen.

1. Die Liebe wird größer!
Einer meiner größten Punkte vor der Geburt waren, wie kann ich jemanden genauso lieben wie J? Teilt sich die Liebe? Werde ich eines von beiden mehr lieben? Nein! Das Herz wächst einfach um ein Stückchen mehr und macht Platz für die neue Liebe.

2. Das erste Kind wirkt wie ein Riese!
Als ich J das erste Mal nach Em’s Geburt sah, kam er mir wie ein Riese vor. Alles an ihm, seine Augen, Hände und sogar die Nase waren einfach nur riesig. Im Vergleich zu dem kleinen Baby wirkt er irrsinnig erwachsen.

3. Man muss ständig aufpassen das Kind A Kind B nicht vor lauter Liebe erdrückt
Auch die Liebe vom großen Bruder zur kleinen Schwester ist riesig, man muss nur aufpassen dass das Baby zwischen den 3324 Bussis noch Luft bekommt. Bei uns herrscht keine Eifersucht, eher zu viel, erdrückende Liebe. Sind andere Kinder dabei, streiten sie regelrecht darum wer neben Em sitzen darf, sie füttern oder halten.

4. Dir ist egal, dass dir Kotze am Körper klebt (Kind A sieht das nicht so locker)
Nachdem J im anpinkeln ein König war, ist Em im kotzen eine wahre Pionierin. Egal wo, egal wie, gekotzt wird immer. Dabei blieb bis jetzt nichts verschont und auch das eine oder andere Mal musste auch schon mein Ausschnitt daran glauben. Nachdem dies aber so oft passiert, ziehe ich mich zuhause nur noch nach den Fütterungen um. Es hat keinen Sinn, 10 T-Shirts am Tag zu verbrauchen. Mein persönliches Highlight: als sie mir am Samstag bei J’s ersten Konzert das neue Kleid quer über den Rücken angekotzt hat. Aber immerhin hat sie dann nicht mehr geschrien. J ist übrigens extrem „haglich“ wenn es um die Kotze seiner kleinen Schwester geht, die wird sofort sorgfältig weg gewischt. Ein Handtuch unter der Stoffwindel ist hier mein Pro Tipp und viel Feuchttücher ;D

5. So viel Wäsche!
Am ersten Abend zu Hause, den Tag an dem Em auf die Welt kam, saßen wir wie Anfängereltern aus einem Kinofilm zuhause. Zwölf Windeln voll, alle Bodies nass, keine Stoffwindeln mehr, mussten wir richtig lachen. Wir haben das alles schon mal durchgemacht und oh, hatten wir null Ahnung auf was wir uns da einließen. Jetzt fünf Wochen später waschen wir unsere zwei Maschinen täglich und haben Stoffwindeln und Bodies ordentlich aufgerüstet. Nr. 1 im Wäscheverbrauch ging nun an die kleine Em über, der große Bruder kann da mit zwei Hosen (plus ein Shirt und Unterwäsche) pro Tag nicht mithalten.

6. Der Tag ist durchgeplant und trotzdem kommt man immer zu spät
Obwohl beide wirklich pflegeleicht sind, erfordern sie zusammen trotzdem ein gewisses Maß an Planung. Kind A muss in die Vorschule, Kind B zum Kinderarzt. Kind A hat Hunger, Kind B aber auch. Kind A will den Sky Go Zugang, Kind B hat sich bis übers Kreuz angegackt. Und alles passiert zeitgleich. Kind A muss kurz bevor der Bus fährt noch aufs Klo, Kind B kotzt sich an. Das Haus rechtzeitig zu verlassen grenzt an ein Wunder, und obwohl wir es sogar manchmal schaffen, ist die Ausrede „wir haben ein Baby zu Hause“ momentan meine Nr. 1 wenn es ums spät dran sein geht.  Generell bewundere ich Mütter die das alles so easy cheesy schaffen, ich bin immer wieder erstaunt wenn ich mal rechtzeitig aufstehe. Denn wenn das Baby bis 7.00 Uhr schläft, will ich das auch!

7. Nudeln sind ein angemessenes Abendessen und zwar an 7 von 7 Tagen 
Ja, die ersten Wochen nach Em’s Geburt war unsere Nr. 1 Speise Nudeln mit Pesto. Beide zu faul zum kochen, lustlos und müde waren wir entweder essen (ja, das geht mit Neugeborenem) oder haben uns Nudeln gekocht. Und obwohl ich gerne koche, war es eine wunderschöne Zeit wenn wir zu dritt gemeinsam saßen, Em daneben in meiner Schoß und einfach nur Nudeln mit Pesto aus dem Glas aßen. 

Das Baby war schon am zweiten Tag so in unserem Alltag integriert, als wäre es nie anders gewesen. Der springende Punkt ist wohl, das sich unser Leben nicht um sie dreht, wie es bei Kind Nr. 1 war, sondern sie einfach Teil eines geregelten Ablaufes wurde, der dadurch ab und zu an Regelmäßigkeit verliert.

Und ja, J bleibt nun öfter daheim und ja, ab und zu scheiß ich aufs abschminken oder wasche mir nicht die Haare, aber he! das ist es alles allemal Wert.

3 thoughts on “LIVING WITH TWO KIDS

  1. Entzückend geschrieben. Gratuliere euch nochmal zu eurem zweiten Wunder. Danke, dass du uns ein bisschen daran teilhaben lässt 🙂
    Bewundere dich wie du das alles schaukelst!

  2. ein herzerwärmender Text! Ich hab mich immer gefragt wie es möglich ist, die Liebe auf ein 2. Kind "aufzuteilen" – ich hab zwar selber kein Kind aber einen Neffen (2 Jahre, mein Patenkind) und konnte mir das nie vorstellen, wie man ein zweites Kind auch so sehr lieben kann – deine Worte "Das Herz wächst einfach um ein Stückchen mehr und macht Platz für die neue Liebe." find ich sooo toll! Alles Gute für eure Familie!

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