Mama Monday

Mama Monday – das Schlafmonster

Im heutigen Mama Monday dreht sich alles um ein Thema dass uns momentan sehr beschäftigt, dass einschlafen. Eigentlich sind unsere Kinder beide von Anfang an sehr gute und vor allem brave Schläfer, doch leider sind wir gerade in einer Phase bei der sich das Einschlafen vor allem von Em als sehr schwierig entscheidet. Deswegen möchte ich heute ein bisschen Näher auf dieses Thema eingehen und euch den einen oder anderen Tipp oder Trick verraten.

Zu aller erst, jedes Kind ist anders und bei jedem Kind helfen andere Dinge – unsere Erfahrungen sind für den einen oder anderem von euch vielleicht sehr hilfreich, für andere dann hingegen wieder vielleicht totaler Humbug 😀 aber man sollte dem vielleicht eine Chance geben.

Unser Problem ist momentan, dass Em gerade in einem Alter ist wo sie sich ein bisschen vom Mittagsschlaf wegbewegt, diesen aber sofern sie ihn nicht hat, extrem vermisst und dadurch zickig wird. Mittagsschlafszeit zu reduzieren ist schwierig (schwer im Kindergarten integrierbar). So ist es nun, dass sie wenn sie Mittagsschlaf gehalten hat, am Abend erst zwischen 21.00-22.00 Uhr schlafen geht, sofern sie keinen hält aber schon gegen 17.30 Uhr müde wird und dann auch spätestens um 18.30 Uhr einschläft. Alles also nicht sehr ideal, vor allem da wir dieses „No Nap Time“ Konzept nur am Wochenende umsetzen können. Wir versuchen daher, verschiedene Dinge um Em das einschlafen unter der Woche, solange sie noch im Kindergarten schläft, zu erleichtern und um uns dieses ewige „Geh ins Bett“ hin und her zu ersparen, dass wirklich an den Nerven zerrt. Keine einzigen Abend vor 22.00 Uhr Ruhe zu haben ist wirklich anstrengend und ja, so sehr wir unsere Kinder lieben, wir brauchen auch einfach Zeit für uns bzw. Zeit alleine. So, nun aber zu den Tipps!

  1. Kinderwagen ade!
    Momentan sind wir dabei Em langsam vom Kinderwagen zu entwöhnen, Ziel ist es, hier für noch mehr Bewegung zu sorgen (Bewegung = Müde). Im Alltag geht das ganz gut. wir beginnen langsam damit Em in Bus und U-Bahn aus dem Kinderwagen zu nehmen und auf die Sitzbank zu setzen, Wege zu Fuß zurück zu legen. Morgens ist dies übrigens immer ein viel leichteres unterfangen als nach dem Kindergarten, da sie da doch meist müde ist (aber natürlich nicht müde genug um dann auch schlafen zu gehen = Teufelskreislauf). Bis wir es ohne Tragen ganz ohne Kinderwagen schaffen wird es wohl noch etwas dauern, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
  2. Ruhephasen vor dem Schlafengehen sind GOLDWERT!
    Wir sind sehr darauf bedacht, sofern es im Alltag integrierbar ist (ist ja leider nicht immer möglich) für die Kinder darauf zu achten, dass sie die Stunde vor dem Schlafen gehen zur Ruhe kommen. Hier super hilfreich ist ein warmes Bad, eine warme Milch, viel Kuschelzeit das liebste Buch zum vorlesen oder aber auch die liebste Serie. Für uns ist Bildschirmzeit vor dem Zubettgehen ok – so lange diese in den Zimmer stattfindet (dh Wohnzimmer ist tabu!) sie dabei liegen, die Zähne bereits geputzt sind und das Licht abgedreht. Auch ist der Inhalt sehr wichtig, ruhigere Formate sind sehr zu empfehlen.
  3. Einschlafhilfen
    Bei Em haben wir schon ziemlich früh bemerkt, dass Gewisse Einschlafhilfen, vor allem in der Form von Musik irrsinnig gut helfen. Hier ist es egal ob ihr eine geliebte CD wählt oder aber einfach auf YouTube irgendwelche Lullabies wählt. Sehr beliebt sind auch Nachtlichter, das wir bei Em war seltener einsetzen aber in wirklich schlimmen Momenten sind auch diese wirklich eine riesige Hilfe. Einschlafhilfen können aber auch andere Dinge sein, z.B. ein wärmendes Kissen, ein liebstes Kuscheltiere oder Decke, ein Lied dass ihr singt. Wir sind sehr darauf bedacht die Kinder alleine einschlafen zu lassen.
  4. Rituale 
    Ich weiß, dass manchen Familien Rituale beim einschlafen irrsinnig gut helfen, andere es aber auch ohne schaffen. Bei uns ist das wirklich Tagesabhängig, aber ein Grund Ritual dass täglich stattfindet (wenn auch manchmal in abgeschwächter Form) haben auch wir. Zähne putzen, Pyjama oder Schlafkleidung anziehen, zur Ruhe finden, viel kuscheln und dann je nachdem wie spät es ist ins Bett wandern. Bei J ist es weitaus einfacher, der geht einfach so ohne Probleme von alleine ins Bett. Emmi braucht hier mehr Ritual, mehr Zusammenspiel zwischen uns und vor allem auch mehr Ruhe.
  5. Das richtige Abendessen
    Witzig aber dennoch sehr wahr, sind leichte, dennoch sättigende Speisen am Abend ideal. Zucker, so beliebt er ist, ist da nicht so zu empfehlen – wir wissen alle das Kinder darauf einfach nur extrem hyperaktiv werden und dann ewig nicht ins Bett kommen. Suppen, Püree aber auch Vollkornnudeln mit Sauce und Salat sind hier schnelle Mahlzeiten die man auch mit 40h+ Woche auf den Tisch zaubern kann.
  6. Findet euren eigenen Weg & lasst euch nicht dreinreden
    Vertraut eurer Intuition und lasst euch nicht davon abbringen – ihr wisst was am Besten für euch und euer Kind ist. Egal ob es eurem kleinen Schatz hilft zB. bei euch im Bett einzuschlafen (ist bei Em Pro Tipp Nr. 1 – sie schläft ohne uns irrsinnig gut & friedlich in unserem Bett ein). Gebt euch und eurem Kind Zeit, es gibt leider von 0-4 so viele Phasen und das Einschlafverhalten ändert sich ständig. Es ist auch wichtig sich hier mit seinem Partner einig zu sein, was die richtige Strategie für das Problem ist. Team work rocks!

Ich möchte hier noch erwähnen, dass Em nicht dabei ist das einschlafen zu lernen, sondern es generell darum geht, dass das Kind zur Ruhe kommt um sich so dann vom Tag und den Erlebnissen besser zu lösen um den Schlaf schneller und Problem freier zu finden. Diese Phase ist für uns alle sehr hart, tränenreich und verlangt vor allem eines, viel Liebe und Verständnis.

 

Die Fotos sind im Italienurlaub im Hotel Meridiana entstanden.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.