Familie, Kolumne

Micromaning am Morgen bringt Kummer und Sorgen

Es gibt Wochen, da läuft einfach alles schief. Wochen, in denen jeder noch so kleine Versuch rechtzeitig das Haus zu verlassen einfach scheitert und Wochen in denen auch so einfach viel Blödsinn passiert. In so einer Woche befinde ich mich gerade. Es ist Freitag und ich habe einschließlich heute (obwohl heute nur um 30 min, also kann man ja fast als Triumph ansehen)  JEDEN EINZELNEN TAG VERSCHLAFEN. Nicht nur ich, nein auch der Mann und die Kinder kamen diese Woche keinen Tag vor 7.15 (manchmal sogar erst 7.30) aus dem Bett. Wir wissen nicht genau warum. Die Kinder gingen jeden Tag rechtzeitig (oder mehr oder weniger rechtzeitig) schlafen, der Wecker läutete überpünktlich (mehrmals!) und selbst wir haben es mal mit 6h Schlaf, dann sogar mit grandiosen 11 Stunden Schlaf probiert. Nichts half, wir haben es einfach nicht aus dem Bett geschafft.

Ein Phänomen, aus dem ich nicht schlau werde. Ich bin zwar kein Morgenmensch per se, aber ich hatte noch nie Probleme morgens aufzukommen. Normal läutet der Wecker, ich Snooze ihn 2-3x und bin wach. Also keine Hexerei. Aber jetzt konnte ich mich nicht mal auf meine Katzen verlassen, selbst die haben einfach seelenruhig geschlafen.

Leider ist verschlafen echt ungünstig, da der Bub um 08.00 Uhr in der Schule sein muss, das aber schon allerspätestens und auch super ungern gesehen (wegen dem Tratschen, Vorbereiten und aufs Klo gehen wäre es), klein Em die zwar im Kindergarten nicht einem ganz so strengem Plan unterliegt, aber dennoch rechtzeitig kommen sollte, und von der Arbeit will ich gar nicht zu sprechen beginnen (Teufelskreis – später los, später daheim – Kinder dann rechtzeitig abholen wird zum Wettlauf). Ich denke ihr seht was ich meine.

Was nun den ganzen Ablauf erschwert ist leider mein Hang dazu am Morgen 2302403 Dinge zu machen. Wäsche waschen? Kein Problem. Auf den Trockner warten, weil da noch der liebste BH drinnen liegt? Warum nicht. Haare waschen? Ja sicher! Dem Kind noch schnell einen Zettel schreiben das es früher entlassen werden soll? Klaro! Raussuchen was man eigentlich heute so trägt, dann doch was anderes suchen weil es kälter/wärmer ist als erwartet? Ok! Schnell noch was überweisen, Mails beantworten? Why not.

Ja, das ist ein großes Problem. Ich versuche in den Morgen, an dem mein EINZIGES ZIEL sein sollte, DAS HAUS ZU VERLASSEN viel zu viel hinein zu packen. Einfach weil ich es am Abend nicht schaffe. Weil ich zu müde bin, doch noch lieber eine Serie schaue oder eben auch mal Zeit mit meinem Mann verbringen möchte. Es ist leider ein verdammter Teufelskreis, dass man immer zu viel in zu wenig Zeit packen will.

Gerade am Morgen sollte man aber die Prioritäten wirklich streng setzen. Denn vieles kann wirklich auf später warten oder besser gesagt, MUSS EINFACH warten. Deswegen, allen voran auch weil ich das verschlafen beim besten Willen irgendwie nicht verhindern kann (glaubt mir, wir haben ca 40 Weckrufe gestellt, im 5 Minuten Takt auf zwei Handys plus Uhr und iPad (iPad Wecker ist btw die beste Erfindung!)), beginne ich ab nun am Abend die Prioritäten ganz klar und streng zu setzen und für den Morgen nicht mehr als drei Dinge (pro Person die mit mir das Haus verlässt eine) vorzunehmen.

Mehr kann da ja auch gar nicht wichtig sein, und falls doch – dann ist das wohl PECH!

Ich hoffe echt, dass wir es so schaffen an Tagen wo wir verschlafen oder wo es einfach stressig ist, weil irgendein Hoppala passiert, es dennoch halbwegs rechtzeitig aus dem Haus zu schaffen und nicht wie total unfähige Erwachsene zu wirken.

Und jetzt? Gehe ich mal die Sachen für morgen vorbereiten, da ist zwar Samstag, aber besser jetzt als morgen früh …

 

 

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