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THE TRUTH ABOUT GOING BACK TO THE ROOTS

Von tiefstem (leider ungewolltem) schwarz auf eine natürlichere, hellere Farbe zu wechseln ist immer schwer. Will man dies aber möglichst schnell hinter sich bringen sind viele Tränen (die ich nicht vergoss, braves Mädchen ich!) und lange Stunden des Wartens garantiert. Die ganze Prozedur begann Ende Mai, an einem Samstag. Genervt vom dunklen Haupthaar, das standesgemäß pünktlich wie die Mitarbeiter des Magistrats um 16.50 ihre Sachen packen, alle zwei Wochen gefärbt werden will, fasste ich den Entschluss: BACK TO THE ROOTS.

Aber was heißt das überhaupt? Nachdem ich das letzte Mal wirklich Natur pur mit 13 Jahren am Kopf hatte und mich daran nicht mehr so gut erinnern kann (werde im Alter ja leider leicht senil), ist die Vorstellung meiner Naturhaarfarbe von der Tatsache wie sie tatsächlich aussieht etwas weit entfernt. Raus wachsen lassen ist für mich keine Option gewesen, das ginge Wohl nur falls ich jemals auf Weltreise ginge und dabei gänzlich auf Selfies verzichten würde, oder aber falls ich einfach mal mich dazu entschließe dem Internet (never ever, ohne Buzzfeed will ich ja einfach nicht mehr leben) den Rücken zu kehren, ja nur dann, wäre dies möglich. Also bleichen.
Eine Prozedur die ich leider viel öfter hinter mir habe als ich zugeben will, die Zahl liegt wie viele Dinge im verborgenen. Im Jänner wurde mir bereits mitgeteilt das Bleichen schwer ginge, da meine Haare seit einem Unfall im September (hierbei ein Danke an Kroatien, das Mittelmeer, viel Sonne und eine Nuance zu dunkel gewählte Haarfarbe) einfach überfärbt wären und deswegen nur das gute alte „auswaschen“ lassen eine Option wäre. So färbte ich also brav fast drei Monate lang nur den Ansatz und überließ dem Rest sich selbst. Wahnsinn wie hartnäckig schwarz ist.

Die Fakten:
Tränen vergossen: zwei, beim Frisieren
Haare abrasieren wollen: NIE, bin ja nicht Britney Spears
Stunden mit Färben und bleichen verbracht: FÜNF
Haare getönt: dreimal
Pflege verwendet: täglich!
Dutt getragen: 24/7
Geld investiert: zu viel
Geduldsfaktor: Engelsgeduld
Haare verloren: ca 500 beim Frisieren und 20cm beim Friseur
Ausgangshaarfarbe!
nachdem ersten bleichen – man sieht die Spitzen sind noch sehr dunkel 
auch nachdem ersten bleichen, Kopfhaut rot
 Im April gings dem langem Haar aber dann an den Kragen und siehe da, das erste Ergebnis war gar nicht so schlecht. Fünf Stunden dauerte das ganze, so schlecht wie danach ging es mir noch nie in der Färbelaufbahn, leider. Die Haare waren ok, immerhin hell und weg vom verhassten dunkel. Ein bissi rotstichig, aber April Kepner und ich haben auf jeden Fall eine Gewisse Ähnlichkeit. Das gröbste Problem war die ungleichmäßige Verteilung der Nuancen. Oben extrem hell (hallo helle Naturhaarfarbe), mittig und unten dunkel, dazwischen nochmal hell. Es ging. Es war annehmbar, aber keinesfalls wünschenswert. Haare setzen lassen und nur Tönen war die Devise. Pflegen, Pflegen, Pflegen natürlich auch. Ich habe versucht sie so schonend zu behandeln wie möglich, kein Föhnen, kein Glätten. So trug ich also von Anfang April bis Mitte Juli nur einen Dutt, pflegte was das Zeug hielt und tönte dazwischen nur glorreiche zweimal meine Haare! Dadurch bekamen sie aber leider auch einen kleinen Grünstich beim auswaschen in den Längen. Minimal, aber sichtbar. 

mit Tönung – man sieht wie dunkel der Bommel ist
Die Tötung wusch sich immer schnell aus, das letzte Bild vor dem Friseur entstand am BFMW


Die Tönungen waren schneller draußen als gedacht, durch Sonne und Wasser bleichten die Haare immer schneller aus. Vor allem mein Ansatz machte mir zu schaffen. Vor drei Wochen fasste ich dann aber den Entschluss dass das so nicht weiterging (meine Großmutter verglich mich mit der Witwe Bolte) und so musste einfach das Haar weichen und die Farbe noch etwas optimiert werden. Dank eines Tipps von B. besuchte ich die B. Lounge by Teresa Bundy und siehe da, 20 cm und einige Euronen weniger sind die Haare nun endlich Ansatzweise da wo ich sie haben will. Ich kann sie offen tragen, geschlossen, sie sind gleichmäßig und trotzt all des Geraunzes immer noch lang genug.


Mein Ziel? Ein aschiges Blond, heller als Natur, aber so das man meine Natur auch noch erkennt. Weg von dem goldigen Ton den sie jetzt haben, den goldig mag ich gar nicht.  Mal schauen wo es mich hinverschlägt, dunkel Färben will ich sie aber jetzt erstmal nicht wieder, irgendwann muss man auch die Natur zu schätzen wissen

Meine Tipps für ein tränenfreies heller werden:

1.) auswaschen, auswaschen, auswaschen – bei hellem Ausgangshaar kann man einige Nuance nur dadurch heller werden. Es gibt auch eigene Shampoo’s dafür (mit tiefenreinigender Wirkung).

2.) nutzt die Sonne! Gerade im Sommer kann man die Haare super natürlich aufs Bleichen vorbereiten. Hierbei bitte beachten: pflegen, pflegen, pflegen! 

3.) Gutes Equipment, guter Friseur: egal ob DIY oder Friseur des Vertrauens, achtet auf Qualität. Heller werden kostet viel Zeit, Mühe, Geduld und vor allem Geld! Rechnet damit mehrere 100 Euronen zu investieren. Gerade die Pflegeutensilien sind teuer, aber jeden Cent wert. 

4.) Bleib realistisch! Deine Haare werden nicht innerhalb von 24h zu einem wunderbaren Blondton mutieren und dabei auch noch wunderbar gesund und glänzend aussehen.  Aber mit Geduld und Zeit wirst du dein Ziel erreichen. 

5.) Schone dein Haar! Vor allem nachdem bleichen sind die Haare sehr beansprucht. Verzichte auf den guten alten Föhn und Pflege was das Zeug hält! Nach jeder Haarwäsche und auch zwischendurch. 

Da war meine Story, die wir ihr seht noch lange nicht vorbei ist ;D 

3 thoughts on “THE TRUTH ABOUT GOING BACK TO THE ROOTS

  1. Oh WOW! Du bist ja mega wahnsinnig geduldig! Aber das verstehe ich, vor allem wenn man sich lange und gesunde Haare erhalten möchte. Ich hatte sie vorletztes Jahr auch schwarz und danach lila und wollte sie dann hell-pink und musste dazwischen blondieren. Meine Haare waren sooo kaputt!!! Danach kam ja die bekannte Geschichte mit Haare ab und so, aber ich kenne so viele Mädels bei denen so etwas einfach absolut keine Option ist!
    Hut ab vor deiner Geduld und deinem Durchhaltevermögen

  2. Gute Entscheidung! Ich finde die Haarfarbe am letzten Foto sieht an dir super aus.
    P.S: Genau um sowas zu vermeiden, habe ich mich nach einmal Strähnchen (geistige Umnachtung) beschlossen, meine Haare nie und nimmer zu färben. 🙂

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