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warum ich nicht vegan leben kann …

Vor ein paar Wochen beschlossen mein Freund und ich etwas zu ändern und entschlossen uns nachdem Buch Vegan For Fit zu Leben bzw zu kochen. Ein bisschen gesünder ernähren kann nie schaden und außerdem wussten wir mittlerweile eh nicht mehr was wir kochen sollen. Gesagt getan. Es wurde erstmal viel Geld in die Grundmittel investiert, das Reformhaus und der Elektrofachmarkt aufgesucht, damit auch alles seine Richtigkeit hat wurde eine tolle Küchenwaage gekauft. Happy Peppi gings ans erste Rezept, und siehe da, es schmeckte hervorragend! Die Rezepte sind toll und die Portionen sind riesig, ausreichend für 2 1/2 und meist blieb sogar was übrig. Ich fand es toll, gemeinsam kochen und Abwechslung in die Küche birngen.Es war wirklich durchgehend lecker und total sättigend, was das betrifft mag ich das Buch gern. Auch Sonntags war ich begeistert, die Pancakes sind sau lecker und mir persönlich viel lieber als Ei mit Speck. Es war für uns beide also morgens und abends super umsetzbar, da wir uns Zeit nahmen und es auch gerne taten.

Woran bei mir das ganze Experiment vegan scheiterte ist nicht wie viele vielleicht annehmen weil mir Fleisch fehlte, sondern weil ich einfach nie wusste was ich zu Mittag essen soll. Morgens machte ich uns einen Smoothie (was sich halt so vor 6.45 – da verlasse ich nämlich das Haus, ausgeht) aber zu Mittag war es einfach schwierig. Vorkochen ging sich zeitlich nicht aus und so ist die Auswahl an veganen Essen das man so schnell essen kann auch irgendwie nicht vorhanden. Ein paar Tage quälte ich mich regelrecht zu Mittag irgendetwas veganes aufzutreiben und landete dann meist bei irgendwas, Obst oder so. Also weichte ich auf vegetarisch aus und es war eine gute Entscheidung. Ich weiß es gibt vegane Restaurants in Wien, aber irgendwie ging sich das zeitlich nicht wirklich aus. Jetzt esse ich oft im Reformhaus zu Mittag einen Salat, extrem lecker, sättigend und abwechslungsreich.

Mittlerweile essen wir nicht mehr jeden Tag vegan zu Abend, manchmal kochen wir auch gar nicht, weil wir einfach keinen Hunger haben und essen dann nur Obst oder ein Joghurt. Es hat sich viel geändert, 3x die Woche kommt zumindest das Buch zum Einsatz – die Rezepte sind toll, lecker und gesund. Man kocht auch anders, ich mache jetzt noch mehr selbst (wir essen selten irgendwas fertiges, aber so Dinge wie TK Gemüse oder so waren schon zeitweise am Plan, das will ich ganz weglassen). Aber für mich im Alltag leider nicht so umsetzbar, weil es mir an der Zeit fehlt.

Ich als Fleischtiger esse übrigens momentan wirklich wenig Fleisch, obwohl ich es liebe (damit meine ich Fleisch, nicht Wurst). Mir fehlt das verlangen danach und hab ich doch mal Gusto esse ich es mit Genuss. Ja, vegan ist wohl bei mir an der Bequemlichkeit gescheitert, es ist eine nette Alternative, aber im Alltag wirklich schwierig. Und ein Soja Latte schmeckt auch einfach nicht so gut wie ein normaler.

Und ja, ich springe damit nicht auf diesen Ernährungswahnzug auf, mich  regt das nämlich auf, sich so viele Gedanken übers Essen zu machen. Ich esse gerne, mit Genuss und koche auch liebend gern, aber nur weil es IN ist sich zwängen zu unterwerfen seh ich nicht ein. Vegan macht Spaß und ist lecker, ein Steak aber auch 😀

Habt ihr schon ernährungstechnisch Änderungen probiert?

PS. Vegan war bei uns übrigens nicht so wie viele behaupten viel teurere als normales Essen, die Erstanschaffung ist vielleicht ein bisschen kostenintensiv, aber sonst kostete uns das wahrscheinlich sogar weniger als die normale Kost 

PPS. das Foto oben hat einfach super zum Titel gepasst

2 thoughts on “warum ich nicht vegan leben kann …

  1. 😀 ich verstehe das!
    Auf der einen Seite weil mir Fleisch einfach fehlen würde, aber auch weil ich es so gewohnt bin, dass mir ohne Fleisch nicht wirklich viel einfallen würde was ich zu Hauptmahlzeiten essen könnte.

    Aber Mahlzeiten mit Fleisch sind und können ja auch gesund sein, also ist das ok. 🙂

    GLG Sonja

  2. "Ja, vegan ist wohl bei mir an der Bequemlichkeit gescheitert,"
    Finde ich nicht! Es ist an den persönlichen Vorlieben gescheitert.

    Ich persönlich esse wahnsinnig gerne (wenn auch selten, da teuer) Fleisch, liebe Käse und Eier. Für mich käme trotz aller (ev vorhandener) Überzeugung ein veganer Lebensstil nie in Frage, da ich auf vieles dass ich gerne esse verzichten müsste und mich das sicher nicht glücklich stimmen würde. Warum etwas tun, was einen unzufrieden macht? Natürlich muss/sollte man hie und da Opfer bringen, aber essen muss man täglich.

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