Hochzeit, Kolumne, Persönlich

Wedding Wednesday – ein Liebeslied an meinen Hochzeitsduft

Wenn es etwas gibt das meine Kindheit wohl nachhaltig geprägt hat dann sind es Gerüche. Sei es weil ich seit meiner frühen Jugend mit schlechten Augen gesegnet bin und deswegen mich eher auf meine Ohren und Nase verlasse oder vielleicht weil bei uns in der Familie Gerüche immer sehr zelebriert wurden, aber ich lege sehr viel Wert darauf.

Schon als Kind habe ich es geliebt an Papa’s Schnaps zu riechen und noch heute bekomme ich Gänsehaut wenn ich im Urlaub ankomme und zum ersten Mal seit langem wieder das Meer rieche. Als Kind liebte ich es die Tücher meiner Mama zu tragen, allen voran wenn ich krank war oder sie gerade auf reisen. Sie haben mir immer ein Gefühl von Geborgenheit. Und heute verwende ich ein Duschgel das ich damals bei meiner geliebten Tante das erste Mal entdeckt habe, und das mich heute, fast 13 Jahre nach ihrem Tod noch immer an sie erinnert, genauso wie der Geruch von Ylang Ylang. Wenn ich meine Eltern besuche riecht es meist nach frischen Kuchen oder Schweinsbraten, da die Küche nie leer ist und sich immer mit guten, deftigen Gerüchen füllt. (Bei meinen Eltern gibt es immer essen). Und ja, mein liebster Geruch überhaupt ist, neben dem eines Steaks, der von Babys. Wir konnten von den Kids gar nicht genug bekommen als sie klein waren.  Ich verbinde mit Gerüchen so viel, allen voran Erinnerungen. Und es gibt nichts tolleres als sich in diesen zu Hüllen.

So war es wohl klar, dass ich auch zur Hochzeit einen besonderen Duft wählen würde. Die Suche dauerte eigentlich nicht lange, es war quasi der erste Duft den ich blind aus dem Regal nahm. Mimosa und ich gehen seit jeher Hand in Hand. Ich wusste sofort, das ist es. Es roch nach meiner Kindheit, nach zuhause, nach Frühling, war also quasi sehr vertraut, hatte aber auch eine kleine Note die ich nicht zuordnen konnte, was wohl der Funke Zukunft und „Neues“ war, den ich brauchte. Ich war noch nie so gefesselt von einem Duft für mich und wusste, dieser ist der Richtige. Mein ich und das ich das ich werden will.

Eigentlich wollte ich den Duft bei der Hochzeit das erste Mal ausführen, aber die liebe Silvi (Best Make Up Artist ever) riet mir, ihn schon davor zu tragen. Man solle vertraut riechen vor dem Altar, wo ich ihr heute wie damals recht gebe. Keiner will eine neue Frau oder einen neuen Mann vor dem Altar stehen haben.  Also trug ich ihn davor zu Date Nights, als wir die Ringe holten oder ich die finale Anprobe mit meinem Kleid hatte. An ganz normalen Samstagen wo wir mit den Kids einfach nur Spaß hatten und ja, auch wenn wir den einen oder anderen Streit hatten (zB bezüglich Sitzordnung). Ich trug ihn am Vorabend der Hochzeit als wir mit den Trauzeugen essen waren und dan zur Trauung. Seitdem begleitet er mich fast täglich. Es wurde zu meinem Duft, den ich, so sehr man einen Duft lieben kann, innig liebe.

 

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