Familie, Haustiere, Kolumne

Willkommen zuhause, Clinton & Isaac!

Ende April bekam ich von meiner Cousine eine „frohe“ Botschaft über whatsapp übermittelt – ihre Katze hat Nachwuchs bekommen. Little did I know dass zwei der drei süßen Lauser bald unseren Alltag auf den Kopf stellen würden …

Aber alles auf Anfang. Am Wochenende des 1. Mai waren wir bei meiner allerliebsten Cousine zu Besuch und haben, still und heimlich damit ihre Kinder noch nichts davon erfahren, die Katzenbabys besucht. Diese waren leider ein kleiner Unfall der lieben Elsa, die kurz vor dem Kastrieren nochmal unbemerkt vergnügt hatte und dann alle mit ihren drei zuckersüßen Babys überrascht hat. Nachdem ich, sofern ich nur das Wort „Katze“ höre, schon über beide Ohren grinse, war klar, dass ich sie unbedingt kennenlernen musste.

Vor allem Katzenbabys – wer würde die nicht sehen wollen?

Was ich nicht wusste war, dass es zwischen uns und den Katern liebe auf den ersten Blick sein würde. Mein Entschluss mindestens einer dieser drei süßen Zwerge ein neues zu Hause schenken zu wollen war innerhalb weniger Minuten gefasst. Wie könnte ich denn nicht? Sie sind ein Teil der Familie. Und auch der Mr., bekannter Nicht-Tierliebhaber war Feuer und Flamme, auch wenn er es bis heute nicht zugibt – aber wir haben ja alles auf Video.

So kam es, dass wir an diesem Abend nach Hause fuhren und ziemlich ernst über die Adoption einer Katze nachdachten. Mir war sofort klar, dass ich zwei haben will – da eine einfach einsam ist und unser Hund zu dem Zeitpunkt gerade nicht bei uns wohnte. Vor allem sind es Geschwister, sie kennen einander, sie sind gleich alt und das ideale Duo.

Doch es war daran den Mann zu überzeugen, der einfach kein Haustier haben wollte. Nach ca. 2329439 zugesendeten Artikeln warum Katzen bzw. Haustiere generell für Kinder gut sind, 35 Besuchen und Schmuseeinheiten bei den Katzen, Betteleien unserer Kinder und mir war der Entschluss gefasst: wir nehmen die zwei Rabauken auf und schenken ihnen ein neues zu Hause, bevor sie anderweitig vergeben werden. Nach über 7 Jahren des Zusammenlebens habe ich es endlich geschafft!

Die drei darauf folgenden Wochen waren im vollen Katzenvorbereitungsmodus: Futter besorgen, Katzenstreu, Spielzeug. Namen mussten gefunden werden. Die Auswahl war groß, die Entscheidung fiel bei Kater eins (schwarz/weiß) ziemlich schnell, er sollte Isaac heißen. Nach Isaac Newton. Ja, wir sind kleine Freaks. Ein Name für Kater 2 zu finden war etwas schwieriger, da mein Mann nicht Netwon und Edison wollte, fiel meine Wahl dann schlussendlich auf Clinton. Witzigerweise weil ich einen Artikel in der New York Times gelesen hatte und darin jemand namens Clinton (ein Kind, not Hillary or Bill) vorkam und ich mir dachte: that’s it!

Die Vorfreude war riesig und ja, jedes Mal wenn wir die kleinen Gauner nicht sahen, gingen sie uns wirklich ab. Sie sind bei jedem Besuch mehr an unser Herz gewachsen und als wir sie dann letzten Donnerstag mit nach Hause nahmen war die Freude riesiger als ich es beschreiben könnte. Wir waren überglücklich.

Ich finde es so schön wenn Kinder mit Tieren aufwachsen, Verantwortung übernehmen und in ihnen eine „Bezugsperson“ finden. Ich hatte in meinem Leben genau fünf Tage kein Haustier und das waren die traurigsten fünf Tage meines Lebens. Lucy, unser Hund, begleitet mich seit 14 über Jahren durch mein Leben. Sie war bei jedem Herzschmerz, jeder Trennung, jeder neuen Liebe an meiner Seite. Sie war da als ich meinen Mann kennen lernte, sie war da als unser erstes Kind unser Leben bereicherte und auch als Em auf die Welt kam. Sie hat jeden Schicksalschlag den ich je erlebt habe miterlebt – sie war bei jeder glücklichen und traurigen Erinnerung die ich habe dabei und immer tröstend, bedingungslos liebend an meiner Seite. Ich wollte dies auch für unsere Kinder.

Ich selbst bin, bevor wir Lu hatten, mit drei anderen Hunden aufgewachsen (erste große Liebe war Gina, ein deutscher Schäferhund dem ich bis heute nachtrauere), die bei jeder Erinnerung aus meiner Kindheit, ausgenommen von den 23003430 verbrachten Stunden am Strand, immer ein wichtiger Bestandteil waren. Bei jedem Geburtstag, Weihnachten aber auch an jedem banalen anderen Tag waren sie da.  Ich habe mein erstes Essen mit ihnen geteilt, etliche Stunden im Garten verbracht oder aber einfach nur bedingungslos gekuschelt. Sie als Pony benutzt, Zöpfe geflochten (es wundert mich bis heute das sie sich nie gewehrt haben) oder stundenlang mit ihnen spazieren gegangen.

Haustiere sind etwas das ich nie missen möchte, denn ich weiß aus Erfahrung, mein Leben wäre dann nicht komplett.

Die zwei Racker waren quasi von Anfang an in ihrem Element als wir sie nach Hause brachten und haben bis auf die erste Nacht (da waren sie bei den Kids) bei mir verbracht und sie liegen auch jetzt gerade, als ich diese Zeilen verfassen, neben mir. Sie verstehen sich wunderbar mit Lu, die sie mittlerweile um die kleinen Katzenpfoten gewickelt haben. Wir sind überglücklich die zwei bei uns zu haben und sind auch meiner Familie ewig dafür dankbar, dass sie ihnen so gute Bausteine, viel Liebe und Geduld in den ersten Wochen geschenkt haben.

Auf weiter 15-20 Jahre, die ersten fünf Tage vergingen leider schon viel zu schnell.

 

Ps. in den instagram stories findet ihr täglich ganz viel catcontent <3

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